Streit um DecathlonIm Anschluss an Bahr-Baumarkt, Bike-Market, Domäne und Ikea könnte in zwei Jahren in Schutow ein weiteres Großprojekt in Angriff genommen werden: Westlich der Messestraße will die deutsche Vertretung des Sportartikelhändlers „Decathlon“ auf Rostocker Territorium eine große Filiale errichten. Seit längere Zeit beobachtet die Branche der Rostocker Sportfachhändler die Entwicklung mit großer Skepsis. Ein erster Dialog führte am Donnerstag Projektplaner und Kritiker im Rathaus zum Austausch über ein 70-seitiges Gutachten zusammen. Vor der Presse berichteten Vertreter beider Lager über das Papier und von ihren Positionen im Streit. Wie Stadtplaner Ralph Müller sagte, sei mit dem Gutachten der Beratungsgesellschaft Lademann und Partner ein erster Schritt getan, um die Größe der Filiale Rostock in ihrer Verträglichkeit auf den bestehenden Sporteinzelhandel zu prüfen.
Streit um Ehrenburg
Auf die wieder entfachte Diskussion um den Straßennamen Ilja Ehrenburg in Toitenwinkel hat die entsprechende Rostocker Initiative reagiert. Es handele sich um zweifelhafte Umbenennungswünsche der Jungen Union, heißt es dazu. Ehrenburg habe sowohl gegen den Hitler-Stalin-Pakt als auch gegen eine vermutete Deportation der sowjetischen Juden Position bezogen. Auch gegen Übergriffe der Roten Armee auf die deutsche Zivilbevölkerung habe er protestiert. Die Stalin-Diktatur hätte darauf mit Publikationsverbot und Androhung seiner Liquidation reagiert.
20 Jahre Stadtwerke
Genau vor 20 Jahren, am 24. Juli 1990, wurde die Stadtwerke Rostock AG gegründet. Wie der Vorstand zum Jubiläum erklärte, blicke man auf eine erfolgreiche Entwicklung zurück. Als eigenes kommunales Stadtwerk für Energiedienstleistungen habe man sich in den zwei Jahrzehnten im Wettbewerb auf den Energiemärkten bestens behauptet. Nahezu 500 Millionen Euro wurden seither in die Modernisierung der Infrastruktur investiert. Zurzeit beliefern die Stadtwerke Rostock etwa 95 000 Kunden mit Strom und 46 000 mit Erdgas. Zudem werden die Hansestadt, Bad Doberan, Kühlungsborn und Graal-Müritz mit Fernwärme versorgt.
Bau am Holbeinplatz
Durch Straßen- und Wegbauarbeiten rund um den Holbeinplatz kommt es bis Sonntag zu spürbaren Verkehrseinschränkungen. Grund ist die Erneuerung der Fahrbahn im Abschnitt zwischen Tschaikowskistraße und Max-Eyth-Straße. Deshalb läuft der Verkehr in Richtung Stralsund nur einspurig. Ein Links- oder Rechtsabbiegen vom Holbeinplatz in die Karl-Marx-Straße ist daher nicht möglich. Wer zum Heimspiel des FC Hansa reisen will, sollte am besten öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder den Hinweisschildern folgen, so die Stadtverwaltung. Wie die RSAG informiert, müssen von Sonnabend bis Montag um 5 Uhr die Buslinien 28 und Nachtlinien F1 und F 2 umgeleitet werden. Zwischen „Holbeinplatz" und „Stadion" wird ein Ersatz-Busshuttle eingerichtet. Zum Hansa-Spiel am Sonnabend setzt die RSAG ab 12 Uhr wieder Zusatzbusse ein.