Schwarzer Tag für FDP Kein guter Tag für die FDP in der Bürgerschaft:
Bei der Sitzung am Mittwoch mussten die ohnehin schon gebeutelten Liberalen gleich zwei Rückschläge hinnehmen.
Bei der der ersten ging es um einen Aufsichtsratsposten bei der Hafen-Entwicklungsgesellschaft HERO.
Die FDP hatte sich mit der Fraktion Für Rostock zusammengeschlossen, um dem Rostocker Bund seinen Sitz abnehmen zu können.
Allerdings stimmten auch Abgeordnete der Grünen für den Kandidaten des Rostocker Bundes, was diesem die Mehrheit brachte.
Beide Seiten sahen sich bei dem Postengerangel im Recht.
Die zweite Schlappe für die FDP gab es bei einer Abstimmung über ihre Fraktionsrechte.
Nach dem Austritt von Ralf Grabow aus der FDP gibt es nur noch drei FDP-Abgeordnete - zu wenig für eine Fraktion.
Die FDP hatte beantragt, dennoch einen Raum im Rathaus nutzen zu dürfen.
Das verweigerte ihr jedoch eine Mehrheit in der Bürgerschaft.
Bürgerschaft trifft Entscheidungen
Bei der Bürgerschaftssitzung wurden auch inhaltliche Entscheidungen getroffen.
So sollen auf dem bislang unbebauten Teil der ehemaligen Neptunwerft künftig auch Wohnungen gebaut werden dürfen.
Bislang war das Gelände als reines Gewerbegebiet vorgesehen, es fanden sich aber keine Unternehmen, die dort investieren wollen.
Außerdem beschloss die Bürgerschaft, dass alle Planungen für eine Umgestaltung der Wallanlagen vorher öffentlich diskutiert werden müssen.
Viele Rostocker fürchten, dass in dem Grüngürtel ein ähnlicher Kahlschlag drohen könnte wie auf dem Kanonsberg.
Piraten mögen Bachmann
Die Piratenpartei schwimmt derzeit bundesweit auf einer Welle der Zustimmung.
Für den Rostocker Oberbürgermeisterwahlkampf kam der Aufschwung allerdings zu spät, so dass kein Pirat ins Rennen geschickt wurde.
Dennoch hat sich jetzt die Partei in den Wahlkampf eingeschaltet:
Sie befragte die 7 Kandidaten, welche Haltung sie zu Themen haben, die den Piraten wichtig sind.
Dabei kam heraus, dass sich die Partei am ehesten mit Sybille Bachmann vom Rostocker Bund identifizieren kann.
Ihr Konzept stehe für Freiheit, Transparenz und den Wunsch nach einem fairen Klima im Rathaus.
Eine direkte Wahlempfehlung für Bachmann gaben die Piraten allerdings nicht ab.
Pakete nicht unfrei verschicken
Die Verbraucherzentrale warnt vor dem Versenden von sogenannten unfreien Paketen.
Das könne den Absender teuer zu stehen kommen, teilten die Verbaucherschützer mit Blick auf einen aktuellen Fall mit:
Eine Frau aus Güstrow hatte eine Sendung mit Vitaminpillen erhalten, die sie nicht bestellt hatte.
Sie schickte das Paket unfrei, also ohne Porto, zurück.
Der ursprüngliche Absender verweigerte jedoch die Annahme und nun soll die Frau mehr als 50 Euro bezahlen.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt in diesem Zusammenhang dringend, keine unbestellten Pakete anzunehmen und auch nicht von Nachbarn annehmen zu lassen.
Falls man durch eine Benachrichtigungskarte von einem unerwarteten Paket erfährt, sollte man es lieber gar nicht erst abholen, so der Expertentipp.