Donnerstag

 

29.07.10

Segelboot vor Warnemünde gekentert
Für Aufregung bei den Rettungskräften sorgten am Donnerstagvormittag zwei Einsätze vor Markgrafenheide und vor der Westmole vor Warnemünde. Gegen 11 Uhr war einige hundert Meter vom Ufer vor Markgrafenheide ein Segelboot gekentert. Die drei an Bord befindlichen Segler kletterten auf das umgekippte Boot und riefen um Hilfe. Dabei handelte es sich um einen Mann und zwei Kinder. Der Warnemünde Seenotrettungskreuzer kam zur Hilfe und barg die Verunglückten. Kurz darauf strandete an der Steinpackung der Westmole ein Segelboot. Der Skipper musste dabei einen Unfall Mast- und Schotbruch hinnehmen. Andere Segelfreunde kamen und konnten den Verunglückten und das Boot bergen, bevor die bereits herbeigeeilte Feuerwehr den Havaristen aus seiner Notlage befreien musste.

"Vagel Grip" geborgen
Der am vergangenen Wochenende gesunkene Kutter „Vagel Grip“ ist am späten Mittwochabend am Strom von Warnemünde wieder gehoben worden. Die Männer der Baltic Taucher und des Technischen Hilfswerks hatten mit drei Pumpen das leck geschlagene Schiff aus der Schräglage befreit und es komplett abgedichtet. Damit kein neues Wasser einlaufen kann, wird es bewacht. Am Donnerstag- nachmittag begutachteten Experten des Germanischen Lloyd den Havaristen, um die Ursache für den Unfall zu ergründen. Danach wolle man entscheiden, ob der Kutter zur Werft nach Gehlsdorf geschleppt und dort repariert werden kann, so Hafenkapitän Ruhnke.

Fotowettbewerb zur Hanse Sail beendet
Der Fotowettbewerb „20. Hanse Sail Rostock" ist dieser Tage beendet worden. Daran hatten sich 111 Hobbyfotografen mit fast 500 Fotos beteiligt. Gewinner wurde Horst Fischer aus Konstanz mit seinem Foto „Die Gorch Fock vor Warnemünde". Der zweite Preis ging an Antje Adam aus Rostock für ihr Motiv „Rückkehr in den Hafen“. Auf den dritten Platz landete die „Wäscheleine maritim" von Frank Burtschak aus Rostock. Die Sieger werden am 5. August um 17.20 Uhr auf der Hanse Sail Bühne mit wertvollen Sachpreisen geehrt.
 
Kirchenveranstaltungen zur Hanse Sail
Zur Jubiläums-Sail werden auch Kirchen der Hansestadt wieder ihre Türen öffnen. Am 6. August von 21 bis 24 Uhr erneut die Nacht der Kirchen statt. Geöffnet haben die Marienkirche und die Warnemünder Kirche. In Warnemünde singt um 20 Uhr das Leipziger Vocalensemble, anschließend ist die Kirche bis Mitternacht geöffnet.

                                                                    
 

Mittwoch

 

28.07.10

Bergungsarbeiten an der "Vagel Grip" noch nicht beendet
Großeinsatz am Alten Strom von Warnemünde: Das Bergungsmanöver für den am Wochenende gesunkenen Kutter „Vagel Grip“ läuft auf Hochtouren. Die Männer der Baltic-Taucher mit Jens Pap im Unterwassereinsatz und ein Trupp des Technischen Hilfswerk Rostock sind mit der komplizierten Schiffsbergung befasst. Allerlei Sicherungstechnik wird eingesetzt. Über den Stand des Geschehens am Mittwochmittag berichtete uns Rostocks Hafenkapitän. Dauerhaft wird das Wasser aus der „Vagel Grip“ abgepumpt, immer wieder geht der Mann mit dem Spezialanzug auf Tauchgang, um Lecks zu schließen. Die Hafenbehörde musste den Havarieort am Molenzugang in Warnemünde absperren, denn es mangelt keinesfalls an Schaulustigen, die den Fortgang der Bergung des Kutters „Vagel Grip“ mit Spannung beobachten.

Techno-Party im Warnowtunnel abgesagt
Die für den 11. September geplante Techno-Party im Rostocker Warnowtunnel ist vom Verkehrsministerium unseres Bundeslandes abgesagt worden.Wie ein Ministeriumssprecher informierte, seien die tragischen Ereignisse auf der Love Parade in Duisburg mit 21 Toten und hunderten Verletzten Grund für diese Entscheidung.Wie die Ostsee-Zeitung berichtete, äußerte sich auch Landes-Innenminister zu dem Thema.Er sagte: "Der Warnowtunnel ist nicht für Party-Zwecke gebaut, sondern als schnelle Durchfahrt zur Ostseeküste."Auch die Polizeidirektion Rostock hatte in dieser Woche erste Sicherheitsbedenken gegenüber der Techno-Party angemeldet.Die Veranstaltungsagentur will dagegen rechtliche Schritte prüfen.

Störung beim Videotext
Ein Hinweis in eigener Sache:Afgrund einer technischen Störung gibt es derzeit Probleme bei der Aktualisierung unserer Videotextes. Wir bitten dies zu entschuldigen und bedanken uns für Ihr Verständnis.

Streit um Tourismusvermarktung beigelegt
Im Streit um die künftige Tourismusvermarktung der Hansestadt ist Einigung erzielt worden. Wie die CDU-Fraktion der Rostocker Bürgerschaft mitteilt, haben sich die städtische Tourismusgesellschaft sowie der Handel- und Gewerbeverein Warnemünde auf ein gemeinsames Marketingkonzept geeinigt. Dies sei der richtige Weg, um alle Kräfte für eine überregionale Werbung von Rostock und Warnemünde zu bündeln, sagte Helmut Schmidt als wirtschaftspolitischer Sprecher. Jetzt bestehe die Chance, unsere Hansestadt noch stärker für Erholungs-, Tagungs- und Messetourismus zu profilieren.
 

Dienstag

 

27.07.10

Bergung der "Vagel Grip"
Alles in Butter auf'm Kutter? Nein! Die Bergung des im Alten Strom von Warnemünde am Wochenende gesunkenen Kutters „Vagel Grip“ geht weiter. „Die Männer der Baltic Taucher Warnemünde um um die Brüder Pap sind weiterhin dabei, das Leck zu finden“, sagte Hafenkapitän Gisbert Ruhnke. Davon konnte sich TV Rostock am Dienstagvormittag überzeugen, und unübersehbar – das gesunkene Schiff lockt auch weiterhin viele Schaulustige an. Laut Hafenkapitän Ruhnke könnte im Innern des Kutters eine Leitung defekt gewesen sein, so dass sich ein Innenleck bildete. Für die Männer der Baltic-Taucher ist die Ursache für den Untergang schwer auszumachen. Die „Vagel Grip“ wird aller Voraussicht nach am Mittwoch geborgen, dann hievt man das frühere Ausbildungsschiff „Seid bereit“ an Land, um es auf der Werft in Gehlsdorf zu reparieren. Zudem wird ein Gutachter bestellt, der den Umfang des Schadens ermittelt. Die „Vagel Grip“ war vor fünf Jahren zum Verkauf ausgeschrieben worden, weil der Betreiberverein „Likedeeler“ das Schiff nicht mehr finanzieren konnte. In privatem Besitz wurde es nun für Ostseefahrten und Bordaufenthalte am Warnemünder Liegeplatz genutzt.

erhöhte Keimkonzentration in der Ostsee
In der Ostsee ist derzeit eine erhöhte Konzentration von Stäbchenbakterien zu verzeichnen. Darauf hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Dienstag hingewiesen. Die Keime vermehren sich bei anhaltenden Wassertemperaturen von über 20 Grad und können über offene Wunden in den Körper eindringen. Bei Menschen mit chronischen Grunderkrankungen und älteren Menschen kann dies zu schweren Wundinfektionen und im Einzelfall sogar zum Tode führen. Den letzten Todesfall durch solch eine Infektion hat es in Mecklenburg-Vorpommern 2003 gegeben. Die Ärzte in den Badeorten sind über das aktuelle Risiko und die Behandlung derartiger Infektionen informiert.

Verbraucherzentrale auf der Hanse-Sail
Erstmals wird die Neue Verbraucherzentrale auf der Hanse-Sail vom 5. bis zum 8. August vertreten sein.
Im 20. Jahr des Verbraucherschutzes in unserem Bundesland werden sich die Experten mit ihrem Projekt über Möglichkeiten eines klimabewussten Verhaltens präsentieren. Der Stand der Verbraucherschützer wird im Mittelzugang zur Haedge-Halbinsel zu finden sein.

hohe Besucherresonanz auf "Schönheit pur." im Kulturhistorischen Museum
Über 6000 Besucher haben bisher die Ausstellung „Schönheit pur. Mecklenburg – ein Land für Künstler“ im Kulturhistorischen Museum besucht. Im Zentrum der Ausstellung stehen norddeutsche Maler, die in unserer Region tätig waren und in ihrer künstlerischen Selbstfindung durch sie geprägt wurden. Zu den gezeigten Werken gehören Arbeiten von Paul Müller-Kaempff, Elisabeth von Eicken, Rudolf Bartels, Dora Koch-Stetter und Kate Diehn-Bitt. Eine weitere Führung wird am Mittwoch um 15 Uhr mit Kunsthistorikerin Gerburg Förster geboten.
 

Montag

 

26.07.10

Neuerungen im Botanischen Garten
Im Botanischen Garten der Universität Rostock bewegt sich derzeit so manches. Zum Einen entsteht ein neues Gewächshaus, das als Ersatz für den aufgegebenen Standort in der Doberaner Straße dienen wird. Das Metallskelett lässt Form und Größe der entstehenden Forschungsstätte erkennen. Im Sommer 2011 soll der rund eine Million Euro teure Neubau eröffnet werden. Zum Anderen wurde eine Idee umgesetzt, die vom Freund und Kenner des Plattdeutschen Werner Brinckmann stammt: Arznei- und Heilpflanzennamen erhielten ihre plattdeutsche Bezeichnung. Bernd Springer, der Technische Leiter des Botanischen Gartens, begrüßte neben Bürgerschafts- präsidentin Karina Jens und Helga Biemann vom Vorstand der Rostocker Volks- und Raiffeisenbank viele Freunde der plattdeutschen Sprache und Literatur. Nach dem Buch von Werner Brinckmann wurde eine Informationstafel geschaffen, die für 176 Pflanzennamen Plattdeutsche Entsprechungen nennt. Karina Jens freute sich, dass auf diese Weise Wörter und Begriffe wieder entdeckt wurden.Für die Rostocker VR-Bank sei es eine schöne Tradition, solche Projekte zu unterstützen, so Helga Biemann. Dann war es so weit: Das mit blauen Hortensien bestückte Tuch wurde auf- geschnitten und die Informationstafel zeigte all die Begriffe aus der Botanik. Ein Stück praktischer Pflege der plattdeutschen Sprache und Kultur wurde schließlich mit einer Kaffeetafel gefeiert.

zu Guttenberg in Laage
Bundes-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg besucht am Dienstagnachmittag das Jagdgeschwader in Laage-Kronskamp. Die Visite findet im Rahmen seiner diesjährigen Sommerreise statt. Während des Ministerbesuchs wird der Kommodore des Jagdgeschwaders einen Vortrag zu Auftrag, Ausrüstung und zur aktuellen Situation im Verband halten. Danach trifft Minister zu Guttenberg mit Eurofighter-Piloten zusammen und besichtigt das Ausbildungszentrum.

FDP-Kritik an Bäderregelung
Die neue Bäderverkaufsverordnung ist aus Sicht der FDP-Landtagsfraktion ein „Akt der Willkür“. Sowohl Auswahl der Orte, als auch Größe von Verkaufsflächen und Festlegung des Warensortiments seien nicht zu akzeptieren. Bei der neuen Bäder-regelung handle sich um einen Eingriff in die unternehmerische Freiheit. Mecklenburg-Vorpommern brauche ein modernes Landesöffnungsgesetz. Es müsse bei Wahrung aller gesetzlichen Feiertage und der Achtung der Kirchenruhe den Kunden und dem Einzelhandel nützlich sei.

Chef der Arbeitsagentur Rostock gestorben
Hans-Otto Bröker, der frühere Chef der Arbeitsagentur Rostock, ist tot. Er starb nach schwerer Krankheit am 17. Juli im Alter von 55 Jahren in Hamburg. Bis in dieses Frühjahr hinein währte seine vierjährige Tätigkeit als Agenturchef in Rostock. Hans-Otto Bröker hatte sich in dieser Zeit große Verdienste um eine Belebung des Arbeitsmarktes und um feste Verankerung in der regionalen Wirtschaft erworben. Sein Credo war die ständige Verbesserung des Servicecharakters der Agentur für Arbeit Rostock mit ihren 1300 Mitarbeitern.

 

Samstag

 

24.07.10

Am Wochenende sehen Sie eine Zusammenfassung der Nachrichten aus der zurückliegenden Woche.
 

Freitag

 

23.07.10

Streit um Decathlon
Im Anschluss an Bahr-Baumarkt, Bike-Market, Domäne und Ikea könnte in zwei Jahren in Schutow ein weiteres Großprojekt in Angriff genommen werden: Westlich der Messestraße will die deutsche Vertretung des Sportartikelhändlers „Decathlon“ auf Rostocker Territorium eine große Filiale errichten. Seit längere Zeit beobachtet die Branche der Rostocker Sportfachhändler die Entwicklung mit großer Skepsis. Ein erster Dialog führte am Donnerstag Projektplaner und Kritiker im Rathaus zum Austausch über ein 70-seitiges Gutachten zusammen. Vor der Presse berichteten Vertreter beider Lager über das Papier und von ihren Positionen im Streit. Wie Stadtplaner Ralph Müller sagte, sei mit dem Gutachten der Beratungsgesellschaft Lademann und Partner ein erster Schritt getan, um die Größe der Filiale Rostock in ihrer Verträglichkeit auf den bestehenden Sporteinzelhandel zu prüfen.

Streit um Ehrenburg
Auf die wieder entfachte Diskussion um den Straßennamen Ilja Ehrenburg in Toitenwinkel hat die entsprechende Rostocker Initiative reagiert. Es handele sich um zweifelhafte Umbenennungswünsche der Jungen Union, heißt es dazu. Ehrenburg habe sowohl gegen den Hitler-Stalin-Pakt als auch gegen eine vermutete Deportation der sowjetischen Juden Position bezogen. Auch gegen Übergriffe der Roten Armee auf die deutsche Zivilbevölkerung habe er protestiert. Die Stalin-Diktatur hätte darauf mit Publikationsverbot und Androhung seiner Liquidation reagiert.

20 Jahre Stadtwerke
Genau vor 20 Jahren, am 24. Juli 1990, wurde die Stadtwerke Rostock AG gegründet. Wie der Vorstand zum Jubiläum erklärte, blicke man auf eine erfolgreiche Entwicklung zurück. Als eigenes kommunales Stadtwerk für Energiedienstleistungen habe man sich in den zwei Jahrzehnten im Wettbewerb auf den Energiemärkten bestens behauptet. Nahezu 500 Millionen Euro wurden seither in die Modernisierung der Infrastruktur investiert. Zurzeit beliefern die Stadtwerke Rostock etwa 95 000 Kunden mit Strom und 46 000 mit Erdgas. Zudem werden die Hansestadt, Bad Doberan, Kühlungsborn und Graal-Müritz mit Fernwärme versorgt.

Bau am Holbeinplatz
Durch Straßen- und Wegbauarbeiten rund um den Holbeinplatz kommt es bis Sonntag zu spürbaren Verkehrseinschränkungen. Grund ist die Erneuerung der Fahrbahn im Abschnitt zwischen Tschaikowskistraße und Max-Eyth-Straße. Deshalb läuft der Verkehr in Richtung Stralsund nur einspurig. Ein Links- oder Rechtsabbiegen vom Holbeinplatz in die Karl-Marx-Straße ist daher nicht möglich. Wer zum Heimspiel des FC Hansa reisen will, sollte am besten öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder den Hinweisschildern folgen, so die Stadtverwaltung. Wie die RSAG informiert, müssen von Sonnabend bis Montag um 5 Uhr die Buslinien 28 und Nachtlinien F1 und F 2 umgeleitet werden. Zwischen „Holbeinplatz" und „Stadion" wird ein Ersatz-Busshuttle eingerichtet. Zum Hansa-Spiel am Sonnabend setzt die RSAG ab 12 Uhr wieder Zusatzbusse ein.
 

 
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